01.01.2019
Zur Beachtung bei Minijobbern - Mindestlohn angehoben

Zum 01.01.2019 wird der Mindestlohn von derzeit 8,84 € auf 9,19 € je Stunde angehoben. Das ist für Arbeitgeber wichtig, die Minijobber beschäftigen. Diese könnten nämlich bei gleichbleibender monatlicher Stundenzahl die Einkommensgrenze von 450 € überschreiten, so dass Sozialversicherungspflicht entstünde. Um dies zu vermeiden, müsste bis zum Jahresende der Arbeitsvertrag entsprechend angepasst werden. Waren bislang 50 Stunden möglich, sind es ab 2019 nur noch 48 Stunden (48 x 9,19 € = 441,12 €).

01.03.2019
Umsetzung des A1 Verfahrens

Ab 2019 haben Arbeitgeber das neue maschinelle Antrags- und Bescheinigungsverfahren A1 zu nutzen.Für Unternehmer auf Kundensuche ist die Europäische Union ein Paradies. Sie profitieren von den „Vier Freiheiten“ des Binnenmarktes – dem freien Verkehr von Waren, Personen, Dienstleistungen und Kapital. Aber nur mit den richtigen Dokumenten. Wird ein Firmenchef oder einer seiner Mitarbeiter in einem anderen EU-Land sowie Island, Liechtenstein, Norwegen oder der Schweiz beruflich tätig, braucht er eine A1-Bescheinigung. Sie belegt, dass er in Deutschland sozialversichert ist und nicht in die Sozialversicherung des Landes einzahlen muss, in dem er sich vorübergehend aufhält.Ein großes Thema ist dies natürlich für die Transportbranche sowie das Handwerk. Bus- und Lkw-Fahrer sind permanent auf Schnellstraßen unterwegs. Maurer, Schreiner und Installateure von Bauhandwerkern sind längerfristig auf Baustellen im Einsatz. Damit steigt nicht nur das Risiko eines Unfalls, sondern auch die Gefahr, dass bei einer Kontrolle das Fehlen der A1-Bescheinigung entdeckt wird.A1-Bescheinigung für jeden EU-Auslandseinsatz erforderlichViele Arbeitgeber haben, insbesondere bei kurzfristigen und kurzzeitigen Dienstreisen in das EU-Ausland, bislang in der Regel keine A1-Bescheingung beantragt. Doch auch bei kurzen Entsendungen ins EU-Ausland ist eine A1-Bescheinigung erforderlich. Eine zeitliche Toleranzgrenze sehen die Rahmenbedingungen nicht vor.Auch stundenweiser Aufenthalt im EU-Ausland ist eine Entsendung. Jedes Meeting, jeder Workshop, ein Messebesuch und selbst das Tanken während der Dienstzeit im EU-Ausland erfordert nach den gesetzlichen Rahmenbedingungen eine A1-Bescheinigung. Andernfalls können bei Kontrollen Probleme drohen. So kann zum Beispiel der Zutritt zum Firmen- oder Messegelände verweigert werden.Geschäftsreisende müssen A1-Bescheinigung zeigen könnenDass in einzelnen Ländern für die A1-Bescheinigung besondere Regelungen mit Blick auf Aufenthaltsdauer, Tätigkeiten oder Auftragsvolumina gelten, zeigt eine Europakarte von „Markt und Mittelstand“. Jeder Unternehmer ist daher gut beraten, rechtzeitig mit dem Steuerberater sozialversicherungsrechtliche Details der Region zu klären, wo er tätig werden will. Gerade beim ersten Engagement dort lassen sich so unangenehme Überraschungen vermeiden.A1 Formular: Verstärkte Prüfungen im EU-Ausland spürbarEine fehlende A1-Bescheinigung kommt Unternehmen schnell teuer zu stehen. Vor allem in Frankreich und Österreich wird verstärkt kontrolliert, ob Ausländer eine Entsendungserklärung beziehungsweise A1-Bescheinigung vorweisen können. Angeblich lassen sich Prüfer am Flughafen die A1-Bescheinigung zeigen und blättern an der Hotelrezeption in Gästelisten, um gezielt Geschäftsreisende identifizieren zu können. Bei einer fehlenden Entsendungserklärung – und die ist de facto erst mit der A1-Bescheinigung vollständig – drohen etwa in Frankreich Sanktionen von bis zu 2.000 Euro pro entsandtem Arbeitnehmer sowie bis zu 500.000 Euro Bußgeld.

18.04.2019
Arbeit auf Abruf beim Minijob: Unbedingt die wöchentliche Arbeitszeit festlegen!

Wer Minijobber beschäftigt, sollte unbedingt die wöchentliche Arbeitszeit festlegen und dokumentieren. Denn ohne eine solche Vereinbarung gilt nach § 12 TzBfG seit dem 01.01.2019 eine wöchentliche Arbeitszeit von 20 Stunden als vereinbart; dies führt zu einer Überschreitung der 450 Euro-Grenze und entsprechender Beitragspflicht. Darauf weist die Minijob-Zentrale in einem Blog-Beitrag hin.

14.06.2019
Pflicht zu Rechnungen mit lückenlos fortlaufender Rechnungsnummer?

Bei der Gewinnermittlung durch Einnahme-Überschuss-Rechnung besteht keine Pflicht zur Vergabe numerisch fortlaufender und damit „nachprüfbarer" Rechnungsnummern. So zumindest das Urteil des Finanzgerichts Köln vom 7. Dezember 2017! Verwendet ein solcher Unternehmer (Gewinnermittler durch Einnahme-Überschuss-Rechnung) keine lückenlos fortlaufenden Rechnungsnummern, so berechtigt dies allein das Finanzamt nicht zur Erhöhung des Gewinns durch Schätzung. Im Urteilsfall verwendete ein solcher Unternehmer auf seinen elektronischen Rechnungen ausschließlich Buchungsnummern, die computergesteuert durch eine Kombination aus verschiedenen Daten erzeugt wurden. Damit wurde jede Buchungsnummer zwar nur einmalig vergeben, diese bauten aber nicht numerisch aufeinander auf. Nach Auffassung des Finanzamts lag hierin ein Mangel der Buchführung vor, der eine Gewinnerhöhung durch eine Schätzung rechtfertige. Dem folgte das Finanzgericht nicht und machte die Gewinnerhöhung rückgängig. Empfehlung: Um Probleme und Streitigkeiten mit dem Finanzamt zu vermeiden, empfiehlt es sich (auch bei der Gewinnermittlung durch Einnahme-Überschuss-Rechnung) jedoch, fortlaufende Rechnungsnummern (geschlossene Rechnungskreise) zu verwenden.

26.06.2019
BDS NORD Mitgliederversammlung – Innovativer Marktplatz für Unternehmen

Herr Dipl.-Kfm. Thomas K. Wolf (Steuerberater und Fachberater für Internationales Steuerrecht) nimmt weiterhin das Amt des Kassenführers wahr. Er ist als langjähriges Mitglied überzeugt vom BDS Nord.

11.02.2019
Norderstedt Marketing - Abend der Norderstedter Wirtschaft

Herr Dipl.-Kfm. Nils S. Neumann engagiert sich als Gründungsmitglied seit langem für Norderstedt Marketing. Er ist überzeugt vom Netzwerk und den damit gebotenen Möglichkeiten sich auszutauschen. Der Abend der Norderstedter Wirtschaft, die Jobtour Norderstedt, als Informationsveranstaltung für Berufsanfänger, sind sinnvoll und willkommen.